News

Formatwechsel Last Minute: „Alles andere als effizient“

1.09.2017 | Formatwechsel Last Minute: „Alles andere als effizient“

Mit den Änderungen bei den UTILMD-Meldungen in der Frozen Zone hat der BDEW den Energieversorgern unnötig Arbeit gemacht. „Die BDEW-Mitglieder sollten ihren Verband drängen, dass in Zukunft die Regularien eingehalten werden“, fordert Wolfgang Dörr, Geschäftsführer des SAP-Partners cortility gmbh.

IT-Dienstleister wie cortility profitieren eigentlich von dem Wirrwarr, das die Ende Juni vom BDEW eingebrachten Änderungen beim Formatwechsel zum 1. Oktober 2017 verursachen. Denn manueller Mehraufwand muss von Kunden meist auch zusätzlich vergütet werden. Doch der cortility-Gründer zürnt: „Wir setzen die Formatwechsel-Prozesse möglichst schlank auf; wir arbeiten dicht am SAP-Standard damit unsere Kunden die IT-Ausgaben im Griff behalten können. Und dann wird unabhängig von verabschiedenden Regularien das ganze Bemühen durch viel zu späte Änderungen konterkariert.“ Das verursache bei den IT-Dienstleistern einen hohen zusätzlichen Aufwand und da branchenweit ein holpriger Übergang im Oktober zu befürchten sei, werden auch bei den Energieversorgern Überstunden anfallen. „Man glaubt es kaum, dass der BDEW der Verband der Energieversorgungsunternehmen ist. Im Sinne der Mitglieder kann diese Arbeitsweise kaum sein“, sagt Dörr.

Im Rahmen des UTILMD-Enabling-Pakets werde cortility bei den eigenen Kunden sicherstellen, dass die Prozesse und Datenaustauschformate regelkonform zum Stichtag 1.10. umgesetzt sind. Doch selbst wenn es bei diesen Unternehmen reibungslos läuft, werden fehlerhafte Meldungen von Marktpartnern zu manueller Nacharbeit bei den EVU führen. „Eine Taskforce für die Zeit nach dem Formatwechsel vorzuhalten ist sicherlich sinnvoll“, schätzt Dörr. Effizient sei der Prozess rund um den Formatwechsel im Herbst 2017 jedoch nicht.